Rezept A-006

 

kb - den 17.03.1988

von: koch-mit-kb 

Vorbereitung: 15 Minuten

Kochen:          80 Minuten

_____________________

Insgesamt:      95 Minuten

 

 

Einen Sauerkohl

selber machen

 Mengenangabe:  für 4-5 Personen/Portionen

 

 

 

Zutaten:

 

1 EL Butter, 1 Zehe-Knoblauch, 1 TL Kümmel-gemahlen,

200 ml Fleischbrühe, 1 Prise Pfeffer, 4 Wachholderbeeren,

500g Sauerkohl, 80g Speck durchwachen, 2 EL Schmalz,

1-2 Lorbeerblatt, 1 Prise Salz,1 Prise Zucker u. 1 Zwiebel.

 

 

 

 

Zubereitung

 

Speck in kleine Streifen- oder Würfel schneiden,

 

 

Zwiebel und Knoblauch schälen und kleinschneiden,

und nicht den Knoblauch pressen, dann wird er bitter.

 

 

Mit 1 EL Schmalz u. Butter die Zwiebeln anschwitzen

und anschließend eine gute Prise Zucker mit zugeben,

dann alles einmal gut unterheben.

 

 

Dann den Sauerkohl in ein Sieb geben u. abspülen,

dann leicht auspressen und in den Topf mit zugeben

und alles dann einmal gut unterheben.

 

 

dann den TL-Kümmel, die 4-Wacholderbeeren

und auch die 2-Lorbeerblätter mit reingeben,

mit einer Prise Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Jetzt die Speckstreifen leicht kross anbraten

in einer Pfanne mit einem 1-EL Schmalz.

 

 

Die 200 ml Fleischbrühe in den Topf zugießen,

auch den angerösteten Speck jetzt mit reingeben,

noch einmal alles gut unterheben und dann für

60 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen,

den Lorbeer entnehmen u. evtl. (?) noch abgießen,

dann kann der Sauerkohl schon verwendet werden.

 

 

 

Tipp:

 

Man kann den Sauerkohl auch mit Schmalz,

mit Apfelstücke- und mit Weiswein machen

(statt mit einer Fleischbrühe),

es gibt einige Varianten zu einem Sauerkohl.

 

 

*

 

 

Sauerkohl kann bei vielen Speisen,

z. B.: als Beilage zur Bratwurst,

 

 

zum Kasseler, zum Eisbein, zum Sauerbraten,

oder auch nur ein Sauerkohl mit krossen Speck.

 

 

 

Info:

 

Wussten Sie schon, dass der Sauerkohl

keine deutsche Erfindung ist (?)

 

Das Sauerkohl in Europa jeder kennt,

dass liegt möglicherweise an einer

griechisch-römischen Tradition oder

an die wandernden Mongolenstämme,

die das chinesische Suan cai,

den chinesische Sauerkohl im 13. Jahrhundert

bis nach Europa gebracht haben.

 

Vor langer Zeit wurde in verschiedener Weltregion,

Gemüse durch Milchsäuregärung konserviert.

Im antiken Griechenland- u. im Römischen Reich -

war sogar gesäuerter Weißkohl bekannt

und auch ebenso in China.

Sauerkohl gilt weltweit als typisch deutsches Gericht.

 

Typisch deutsch...

Besonders in osteuropäischen Staaten

wird viel Sauerkohl gegessen,

ist aber nicht Deutsch...,

trotzdem gilt es weltweit als typisch Deutsch.

 

Warum es international das bekannteste deutsche

Nationalgericht ist, kann nur vermutet werden:

Seefahrende Deutsche setzten weltweit und ganzjährig -

bevorzugt den Sauerkohl als Proviant ein.

Nach dem 1754 erkannt wurde,

dass bestimmte Lebensmittel Skorbut verhindern können,

wurde auf deutsche Schiffe reichlich Sauerkohl gegessen.

Immerhin ist dieses lange haltbar und hat viel Vitamin C.

Der englische Seefahrer James Cook nahm auf seiner

zweiten Südseereise 1772-1775 auch Sauerkohl an Bord,

setzte aber zusätzlich auf eine Zwangsration Zitronensaft.

 

Aus diesem Umstand leitet sich der heute noch

gebräuchliche seemännische Ausdruck

"Limey" (Zitronenfresser) für eng. Seeleute ab.

1879 ließ Jules Verne in seinem Buch

„die 500 Millionen der Begum“

den deutschen Schurken Professor Schultze

reichlich Sauerkohl vertilgen.

 

Daraus hat sich in vielen Teilen in der Welt

der Stereotyp als feststehende Vorstellung entwickelt:

Wir Deutschen essen ständig Sauerkohl.

So steht in englischsprachigen Ländern „Kraut“

oder „Krauts“ umgangssprachlich für die Deutschen.

In Amerika versteht das jeder, in vielen

Wörterbüchern gibt’s offizielle Übersetzungen dazu.

Vom Autor: Richard S. Beerbaum!

 

 

 

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